
Es ist soweit: wir sitzen im Flieger und es fühlt sich immer noch recht unrealistisch an, dass unsere neue „Heimat“ Shanghai sein wird. Eine Mischung aus Neugierde, Freude auf eine Riesenstadt mit scheinbar unendlichen Möglichkeiten (momentan hat Shanghai 27 Millionen Einwohner, Tendenz steigend – zum Vergleich: in den Niederlanden leben 17 Millionen Menschen) und einem großen Fragezeichen. Klar, am Anfang ist alles neu, spannend, ungewohnt, befremdlich- und dann? Die Sprache, die Kultur, das Leben….

Heute wird es erst einmal ein kurzer Abstecher sein. Gegen 6 Uhr Ortszeit werden wir ankommen, mit den 6 großen und 3 kleinen Koffern ins Haus fahren und Wohngebiet erkunden. Noch stehen erst zwei Betten, ein Tisch mit Stühlen und einem Sofa drin. Unsere Möbel sind noch auf ihrem Weg per Schiff zu uns. Anfang September sollen sie ankommen – wenn der Zoll sie durchleuchtet und freigegeben hat.
Ein Grund also, auch direkt wieder zu verschwinden: nach Bali.

Denn auch unser Hund ist noch nicht da. Er ist in München in einem Tierhotel und teilt dort das „Zimmer“ mit einer (hoffentlich) netten Labrador-Lady. Originär hätte er eine Woche in Quarantäne gemusst. Die ist zum Glück seit dem 1.Mai abgeschafft. Wir hatten aber schon den Urlaub gebucht. Ein leeres Haus, kein Hund – das schreit nach URLAUB! Am besten schon in der richtigen Zeitzone (Shanghai ist Duisburg 6 Stunden voraus). Max beginnt in einer Woche schon mit der Schule (und hat damit gut zwei Wochen weniger Schulferien) – da sollte sich schon mal etwas an die Zeitumstellung gewöhnen.
Nun kommt Quin eine Woche später angereist. Ihn nach Shanghai zu bekommen ist fast das Aufwendigste: unzählige Untersuchungen, Impfungen, Bluttests, Parasitenbehandlungen…