Andere Schule, anderes System… An der Schule von Max laufen die meisten Sachen digital. Die Kinder haben kaum noch Bücher, sondern arbeiten an ihren Laptops. Hausaufgaben werden auf der Platform hochgeladen und Termine für den anstehenden Elternsprechtag online gebucht.
So weit, so gut! NUR….
„Morgen um 8 Uhr startet die Registrierung, Du musst Dich beeilen, wenn Du noch einen Termin bekommen möchtest“ – so eine Mutter aus der Schule. Aufgeregt sitze ich vor dem Computer – ausnahmsweise mal pünktlich! Punkt 8 Uhr – die Seite wird freigeschaltet, ich lese mir den kurzen Text durch, klicke auf o.k. und bin um 8:03h eine der Glücklichen, die noch einen Termin bei drei Lehrern bekommen hat… Alle anderen waren schon ausgebucht!
Das bedeutete für uns: die restlichen Lehrer konnten wir nur am Morgen des Elternsprechtags in der Turnhalle sprechen – ab 11 Uhr waren die Termine vergeben.

Um 8 Uhr war Showdown: an den Wänden standen die Tische an denen die jeweiligen Lehrer saßen, davor jeweils drei Stuhlreihen. Dort konnte man Platz nehmen und alle fünf Minuten aufrücken.
Das Verwunderliche: es klappt – und das auch noch gut! Wir haben mit allen Lehreren ausreichend reden können. Die Rückmeldungen waren in Summe sehr gut! Max ist schnell und gut in der Schule angekommen, hat seinen Kreis an Freundnen gefunden und auch schulisch läuft alles zufriedenstellend!
Also konnte ich mich nun wieder auf das „Wesentliche“ konzentrieren: Seinen Geburtstagskuchen!


Wäre Euch aufgefallen, dass ich in einem relativ kleinen chinesischen Supermarkt bin?
Am Wochenende haben wir schon mal den „Erstfall“ geprobt und sind quasi zum Geburtstagsessen abends an den Bund gefahren. Auch hier hat man nicht immer das Gefühl, in China zu sein:

Apropos Auto: Bei dem ein oder anderen entwickelt sich die Liebe zum Gefährt schon sehr früh (nein, leider nicht unsere Garage).

Wir hatten auf jeden Fall ein sehr leckeres Essen und einen schönen Abend:

Am nächsten Tag hatte ich bei Einkaufen wieder ein neues AHA-Erlebnis. Neben grünem Tee und Kräutertee bekommt man in den Geschäften auch (für mich sehr seltsame) getrocknete Dinge.


Glaubt man der traditionellen chinesischen Medizin, sollen die Seepferdchen die Potenz steigern und viele Krankheiten heilen, wie Asthma, Schlaflosigkeit oder Herzerkrankungen…
Seegurken gelten als Trüffel der Meere – frische Seegurken fehlen angeblich bei keiner anständigen Neujahrsfeier im Menü. Berichten zu Folge kauft man sie aber meist getrocknet (bei der Metro gab es sie auch fisch). Zu genießen sind getrocknete Seegurken nur, wenn man sie zwei, drei Tage einlegt und anschließend aufkocht, gern in Milch, damit sie schön weich werden. Den größeren, im Preis auch etwas günstigeren, muss man noch die Haut abziehen. Nach dem Kochen gleicht ihre Konsistenz der von Krebsfleisch, ihr Geschmack ist mild. Man isst sie gemahlen als Pulver, hauchdünn geschnitten und frittiert oder gesalzen und geräuchert oder in der Suppe. Natürlich sind Seegurken auch gesund. Das sagen Chinesen schließlich den meisten Dingen nach, die sie gern essen. Seegurken helfen gegen Arthritis, Gelenkschmerzen und Bronchitis. »Ginseng des Meeres« lautet die Übersetzung des chinesischen Worts für Seegurke. Und natürlich werden Seegurken auch als Aphrodisiakum eingenommen.
Mein nächstes Abenteuer war die Schneiderin um die Ecke:

Sieht wild aus… funktioniert aber auch. Ich konnte auf den Pulli und das Kleid warten. Ein Loch unter dem Ärmel und der Saum war aufgegangen: 10 Yuan hat es gekostet: 1,20 Euro! Und nett war sie obendrein auch noch.

Es wird auch hier Herbst: die Pampelmusen im Garten werden reif! Da merkt man doch, dass man in einem anderen Land lebt! Die Temperaturen gehen langsam runter. Nachts wird es schon recht frisch mit 15 Grad, am Tag schafft die Sonne es noch auf 24 Grad. Zeit, dass ich mir bald so einen Mofaschutz bestelle, wie sie alle haben…. zuerst lächelt man drüber, dann will man es auch haben. Die Dinger sind gar nicht so doof: halten Hände, Beine und Bronchien warm. Bericht folgt!


Denn noch war ich immer wieder mit dem Geburtstagskuchen beschäftigt… und erstaunt, dass der Rolled Fondant hier gar nicht rolled war, dafür aber nach Marshmallow schmeckt und sich ganz einfach ausrollen läßt. Mir dem Kuchen-Endergebnis bin ich auch recht zufrieden!

Von meiner neuen Aufgabe als Mitorganisatorin beim Deutschen Club, monatliche ein Essen zu planen, hatte ich Euch schon berichtet. Nun war es soweit! Das Event stand an. Und es gab zum Glück keine Pannen.
Die Führung zu Essen und Kunst war sehr spannend und ging von Bildern, die nach Kaffee richen sollen

über nachgemachte Bananenschalen bis hin zu Kunst, wo man nicht weiß, was sie mit Essen zu tun haben soll:


Zusätzlich wurden wir durch alle Restaurants des Hauses am Bunt geführt: ein japanisches Restaurant, ein Sternekoch, ein italienisches, ein chinesisches und ein quasi amerikanisches Restaurant + die Galerie.



Im Chinesischen haben wir dann vorzüglich gespeist: verschiedenste Dumplings: gefüllt mit Fisch, Fleisch, Gemüse, scharf, mild und spannend! Einfach sehr lecker!
