Weihnachten, Krabben und Hochzeitsfeeling…

Ganz schön laut, die Piepmätze… leider weigerte sich der linke Gesell, vor der Kamera zu reden…

Mitten in Shanghai ist der Blumenmarkt, eine grüne Oase der – quasi Ruhe! Hier bekommt man alles, was wächst oder einmal gewachsen ist (also Topf- und Schnittblumen).

Und Deko für alle Festivitäten – momentan also Weihnachten:

In manchen Geschäften saßen die Leute und steckten schon mal die künstlichen Tannenbäume zusammen. Ich bin gespannt, wie unserer in diesem Jahr aussieht!
Etwas weiter durch standen die Herren zusammen und spielten Karten. Beim nächsten Mal nehme ich meine richtige Kamera mit und frage, ob ich sie fotografieren darf.

Der Chinese an sich ist eh ein geselliges Wesen, scheint gerne zu plaudern oder eben auch Karten oder andere Gesellschaftsspiele zu spielen.

Meist morgens, wenn die Zeit reicht, erkunde ich mit Hund und Fahrrad die Nachbarschaft. Und dabei kann man einiges entdecken. So zum Beispiel auch Fischreusen und Schrebergärten hinder den Compounds.

Wenn man mal die Seitenstraßen fährt und ums Eck schaut, dann entdeckt man auch das etwas ursprünglichere China.

Allerdings erinnert mich die Kulisse eher an ein Eifeldorf, als an chinesisches Wohnviertel. 

Am Vormittag ging es wieder in die City. Unser nächstes „Bon Appetit“ muss vorbereitet werden. Und da MÜSSEN wir eben auch testessen. Ich hatte von meiner Chinesisch-Lehrerin erfahren, dass der November DER Krabbenmonat ist in Shanghai und bekam ein Restaurant empfohlen.

Ich wäre hier nicht ohne weiteres reingegangen. Nicht, weil es nicht gut aussieht, sondern eher ob meiner Unkenntnis, dass hinter diesen Türen Delikatessen gereicht werden.  

Es wäre eine Schande gewesen, hier nicht reingegangen zu sein. Wir wurden in einen der kleinen Räume an der Seite geführt und kulinarisch verwöhnt.

Die haarige Krabbe ist eine der wertvollsten Delikatessen in der östlichen chinesischen Küche, vor allem in Shanghai und Jiangsu Provinz und es gibt sie nur im Oktober und November. Es ist eine grabende Krabbe, die in den Flüssen und Flussmündungen Ostasiens heimisch ist. Im Herbst wandert sie vom Frischwasser in Richtung Ozean. Während dieser Zeit werden die Krabben in Flussdeltas gejagt. Zum Glück kann man sie sich im Restaurant öffnen lassen.

Der sogenannte Roggen (das Innere des Tieres) ist angeblich das Beste vom Krebs. Mein Fall war es nicht, es schmeckt etwas nach Leber. Der Rest der Krabbe war allerdings sehr lecker! 

Dazu wird  Huangjiu, ein Getränk aus fermentierten Getreidekörnern serviert – wer es mag. Ich bin allerdings auch kein Freund des guten deutschen „Underbergs“.

Die restlichen Gerichte, die mit dem Menü gereicht wurden, fand ich fast noch leckerer! Einiges mit Krebsfleisch, aber auch Seidentofu, Spargel, Linsen und andere Köstlichkeiten. 

Nach dem ausgiebigen Mal ging es an den nahegelegenen Bund – diesmal bei Tageslicht. Den ein oder anderen, der jüngere Kinder hat, wird dies vielleicht an das Computerspiel MineCraft erinnern.

Es ist aber das Denkmal für die Volkshelden, das ich von unten fotografiert habe.

Der Bund ist so etwas wie der Sonnenuntergang. Man weiß, dass man schon unzählige Bilder von ihm hat, aber er fasziniert immer wieder!

Einfach sich durch die Gassen treiben lassen und beobachten. Ich habe meine Spiegelreflex-Kamera wieder aktiviert. Beim nächsten Mal gibt es schärfere Bilder. Die Szenen schreien eigentlich nur danach, festgehalten zu werden. Und am liebsten würde ich morgen direkt wieder in die Straße fahren und nur beobachten, wie unter anderem Brautpaare sich (meist vor der eigentlichen Hochzeit) in sämtlichen Lebenslagen fotografieren lassen. So zum Beispiel mit leeren Chanel Tüten.

Oder in anderen Posen. Die künftigen Paare stehen quasi Schlange.

Aber man muss nicht heiraten, um fotografiert zu werden.

Von diesem Viertel werdet Ihr wohl in Zukunft noch mehr Bilder sehen!

Ein Friseur, der an einer Puppe übt
Eines meiner Lieblingsbilder von disesm Tag

  1. Tolle, eindrucksvolle, teils surreale Bilder! Vor allem zwischen Brautpaaren und Friseur, das mit der Dame mitten auf der Kreuzung-hat was.
    Uih kein Halloween im Deko-Wahnsinn?
    Liebe Grüße!

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