Achtung, Tiger auf der Fahrbahn

Und dann ging es früh morgens raus auf Safari! Es war kälter als erwartet…Die Temperaturen haben allerdings auch ihre Vorteile: weniger Mücken.

Wildlife zum Anfassen. Nach den Kühen und Wildschweinen auf der Straße bot das Wild eine Abwechslung! So nah hatte noch keiner von uns diese beeindruckenden Tiere gesehen – zumindest nicht in freier Wildbahn. Langsam aber sicher entdeckten wir immer mehr:

Spannung kam auf, als der Jeep stoppte und wir die ersten Spuren auf dem Boden entdeckten. Sie mussten noch recht frisch sein, da die Tatze auf den Reifenspuren waren. 

Das Jagdfieber war entfacht. Augen auf und Ohren spitzen!  Immer wieder begegnete man anderen Safari-Fahrern, tauschte Entdeckungen und Meinungen aus. Man war sich einig: Hier könnte sich der Tiger aufhalten. 

Ein plötzliches Rascheln ließ uns nach einer längeren Pause aufhorchen. Hektik auf den Autos, Fotoapparate wurden gezückt und : 

Ein Ranger auf einem Arbeitselefant kam aus dem Gebüsch. Die Region profitiert von dem Tourismus. Auf jedem Wagen fährt ein zusätzlicher Dorfbewohner mit. Sie kennen sich in der Region aus und wissen, wie man Fährten liest. Einige der Leute leben in den Parks und kümmern sich unter anderem um die Elefanten. Mit ihnen können sie in die Gebiete, die die Autos nicht erreichen, zählen die Tiere und schauen, ob es Probleme gibt – oder versuchen, den Tiger für Touristen zu erspähen. 

Doch das Gebiet ist recht groß, die Tiere sind nicht gechipt und werden auch nicht angefüttert. Es ist also eigentlich ein eigenes Ökosystem. Das ist klasse, führt aber dazu, dass manches Tier sich einfach nicht zeigen will – so wie heute der Tiger.

Wir zogen also weiter und wurden zumindest mit anderen Lebewesen belohnt.

Beeindruckt von der Landschaft und den Tieren ging es zum Frühstück!

Und anschließend wieder auf die Piste. Diesmal nahm unser Führer eine andere Route – weg von den anderen Autos – und wurde belohnt. Ein Alarmruf der Affen erschallte und dann hörten wir das Atmen und Grollen des Tigers. Angestrengt starrten wir ins Gebüsch. 

An diesen Baum hat der Tiger seine Markierung gesetzt. Die Krallen sagen: Das ist mein Revier.

Er war zum Greifen nah, aber wir konnten in nicht sehen. Äste knackten, ein Fauchen … und dann…Stille….ein Schrei….. Stille…. Gänsehaut… wir wagten uns kaum, zu atmen.  Dann wurde unser Guide hektisch, der Motor heulte auf und wir fuhren auf der holprigen Straße mit einem gefühlten „Affenzahn“ – bis er unvermittelt bremste: 

Da lag er: ganz rugig und mächtig!

Leider konnten wir ihn nur recht kurz sehen, denn von der anderen Seite kam ein weiteres Auto, das ihm fast über die Pfoten gefahren wäre. Genervt erhob sich der Tiger und trottete in den Wald hinein.

Schwer beeindruckt fuhren wir noch ein wenig durch die Gegend und nachdem wir keinerlei Anzeichen mehr hörten, nahmen wir mehr als zufrieden Kurs auf das Hotel. Was für ein Tag!

Hinterlasse einen Kommentar