Und plötzlich Paparazzi

Um zu unserem nächsten Domizil, dem Kanha Nationalpark zu kommen, stand eine fünfstündige Autofahrt uns bevor. Die Straßen sind hier recht rudimentär, so dass wir für die 270 km etwas mehr als fünf Stunden benötigten. 

Zuerst vorbei an der Dorfschule,

hinter einer größeren Herde entlang,

bis zu unserer Pipipause in einem lokalen „Vergnügungspark“. Die Toiletten entsprachen hier allem anderen, als dem europäischen Standart. Keine Angst, ich habe kein Foto gemacht. Aber es war auch nicht schlimm, denn man musste nichts anfassen… ein Loch im Boden und keine Türen vor den Kabinen… also alles gut. 

Auf dem Weg zurück zum Auto wurden wir von Jugendlichen aufgehalten. Sie machten gerade einen Klassenausflug und wollten unbedingt Fotos (im Fokus stand Max: jung, groß und blond) mit uns machen. Ein Spaß für beide Seiten! 

Ansonsten keine weiteren Vorkommnisse – ein paar Schweine am Strassenrand,

und fleissige Menschen :

Unser Fahrer war nicht der beste seiner Berufsgruppe. Vom Schalten hielt er im Getriebeauto wenig und auch die Kurven nahm er eher ruckelig, so dass ich recht zufrieden war, als wir unser traumhaftes Domizil erreichten und mit einem Tee auf der Terrasse unseres Zimmers empfangen wurden. 

Am nächsten Morgen ging es nach einem Frühstück mit Porige und Tee um 6 Uhr wieder auf Safari! Unser Guide war gelernter IT- Ingenieur aus Nepal, der keine Lust mehr auf Großstadt hat und ein Juwel für alle Safari-Touristen ist. Die Liebe zu den Tieren und der Natur springt wie ein Funke von ihm über.

Doch bevor wir in den Park selber kamen, wurden wir von einer Menschentraube erwaret – auch ungewöhnlich für die Region.

Die Menschen waren – wie Ihr Euch denken könnt – nicht für uns so früh aufgestanden und zum Park gekommen, sondern für Mahendra Singh Dhoni, einem der berühmtesten Cricket-Captains Indiens. Er war mit seiner Familie in unserm Camp und sorgte für Aufregung. 

Einmal im Park, konnten wir uns getrost dem Wildlife wieder widmen (anders als ein paar andere Safarigäste – es gab in der Tat einige, die schärfer auf ein Foto von Dhoni waren, als auf eins vom Tiger).

Eine traumhafte Natur empfing uns! Lemuren, Spotted Dear, Pfaue und Schmetterlinge säumten unseren Weg.

Und dann kam es zum Show-Down. Ein Alarmruf…ein Suchen der Spuren, ein Austausch an Informationen… Nach einer Stunde gaben alle auf und wir standen alleine auf dem Weg…

als er (sie) aus dem Gebüsch kam! UNGLAUBLICH – so nah, zum Anfassen! Langsam fuhren wir mit dem Wagen vor dem Tier, das unbeeindruckt von uns seinen Weg ging.

Ich könnte euch noch unzählige Fotos dieses unsagbar schönen Tieres zeigen, das ettliche Minuten uns die Sparache verschlug!

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