Holland mitten in Shanghai

Das Entdeckergen in mir ist wieder erwacht! In Shanghai herrscht Frühling und das wirkt sich auf die Lebensgeister aus! Heute ging es in einen Park, der quasi mitten in Shanghai liegt und mich in eine bekannte Welt entführt hat. 

Tulpen, wohin das Auge reicht – o.k., nicht weiter, als bis zum nächsten Hochhaus…. aber dennoch: viele Tulpen!

Und immer mehr Menschen. Hier erwacht nicht nur die Natur, sondern auch das Leben. Immer mehr Menschen kommen wieder auf die Straßen und die Parks. Wir haben heute sogar unseren ersten (wenn auch kleinen) Stau gehabt!

Nein, das ist kein Stau! Das ist einer von vielen Senioren, die wie die Wahnsinnigen mit ihren Wägelchen durch den Park flitzten.

Andere machten das, was sie gerne machen: sich chic anziehen und gegenseitig fotografieren,

oder einfach am Strand entspannen.

Leider konnte ich unseren Sohn nicht auf den Ausflug mitnehmen, da er nun in der siebten Woche Distance-Learning macht. In China sind die Schulen seit dem 3. Februar auf Online-Learning umgestiegen. Es ist sehr herausfordernd. Die Kinder müssen sich eher unter universitären Bedingungen oft die Sachen selber aneignen. Zum Glück hatte die Schule schon vorher viel internetbasiert gearbeitet und alle sind es gewohnt, mit den verschiedenen Plattformen zu arbeiten (Lehrer wie Schüler). Dennoch ist es eine Herausforderung für alle. Nicht selten heißt es: Lernen bis tief in den Abend. Mittlerweile wurden auch die ersten Arbeiten geschrieben. Ich glaube, alle freuen sich auf den Tag, an dem die „normale Schule“ wieder beginnt. Aber das wird wohl noch ein paar Wochen dauern, denn momentan kommen viele Lehrer und Schüler aus den anderen Ländern erst langsam wieder zurück. 

Allerdings muss jeder, der aus den 16 „roten“ Ländern nach China einreist (dazu gehört natürlich auch Deutschland), in eine zweiwöchige Quarantäne. Nach der Landung werden alle in Testzentren gebracht, wo sie ein Zimmer beziehen und auf das Ergebnis warten müssen. Das dauert von ein paar Stunden bis hin zu einem oder zwei Tage – je nach Andrang. Je nach dem Ergebnis (infiziert, Verdachtsfall oder „sauber“) geht es dann entweder nach Hause in die 14 tägige Quarantäne oder in ein Hotel, in dem man die Zeit bleiben muss. Heim-Quarantäne ist natürlich der komfortabelste Weg. Man darf seine vier Wände nicht verlassen, kann aber Essen, Lebensmittel etc. ordern – was hier eh super klappt. 

Wir sind vor der „Welle“ nach Shanghai gekommen und dürfen uns frei bewegen.

Und so habe ich mit dem Hund gestern eine neue Region erkundet und bin auf Reisfelder vor den Toren Shanghais gestoßen.

China, wie man es aus dem Bilderbuch kennt – nur eben 25 km von uns entfernt.

Auf der anderen Seite kommt man sich eher wie in Frankreich vor:

In dem verlassenen Gebäude waren anscheinend Zimmer mit Bädern – vielleicht für Landarbeiter? Ich versuche, es noch heraus zu bekommen. Heute steht das Gebäude leer und ist es eher ein Spielplatz für Künstler.

Etwas weiter geht die geographische Reise in die Heimat – an den Rhein:

Vorbei an Gräbern (?),

vergessenen Booten,

bishin zu lustigen Hunden.

Ausflüge, die wieder Lust auf mehr gemacht haben. Allerdings fehlt meine Entdeckerfreundin Nicole noch. Ohne sie macht es nur halb so viel Spaß! Nicole wird aller Voraussicht nach am Wochenende einfliegen und nach ihrer 14tägigen Quarantäne geht es dann wieder richtig los! 

  1. Danke für die schönen bunten Bilder. Das Wägelchen für die Senioren 🤭…passt evtl in Kiste 502
    Extra Grüßle an den fleißigen Max..

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