Familie Donald Duck und drei Minuten Stillstand

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Bin nur ich es, oder hört Ihr auch die Familie von Donald Duck in dem kleinen Film quasseln?

Wir waren in einem Wasser-Wald, der etwa 30 Minuten von uns entfernt ist. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die Geschichte, als ich mir Quin dorthin wollte, aber Hunde nicht im Park erlaubt sind. 

Vermutlich, weil der ein oder andere Probleme beim Beinchenheben bekommen… und ihm das Wasser bis zum Hals stehen würde?

Auf jeden Fall leben hier angeblich rund 180 unterschiedliche Vogelarten (wusste gar nicht, dass so viele in Shanghai existieren).

Auf jeden Fall tat es wieder gut, bei Sonnenschein (sieht man irgendwie auf den Bildern nicht so) Natur zu erleben.

Und wieder sorgen unzählige gute Geister dafür, dass es in diesen Parks schön aussieht. Natürlich gibt es für sie auch eine wohlverdiente Mittagspause.

Samstag ging es wieder in die Stadt – zu viel frische Luft ist bestimmt auch nicht gut! Die Luftqualität ist momentan echt nicht schlecht in Shanghai (manchmal sogar etwas besser, als am Bodensee). 

Am Samstag ging es wieder in die Zivilisation, sprich Innenstadt. Zu viel Sauerstoff ist ja auch nicht gut!

Wobei es hier immer grüner wird – und momentan noch recht leer ist.

Ich liebe die French Konzession – das Viertel, von dem ich schon einiges berichtet habe. 

Um 10 Uhr wurde den neuen Helden/ Märtyrern gedacht. Das sind die Leute, die im Kampf gegen das Virus gestorben sind. Für 3 Minuten stand vieles still: Autos hielten auf der Straße an, Hupkonzerte waren zu hören und Flaggen wurden auf Halbmast gesetzt.

Danach ging das normale Leben weiter.

Während in den christlichen Ländern Palmsonntag war, wurde in China am Wochenende und Montag (ein offizieller Feiertag) das Qingming Festival (Tomb Sweeping Day – was dem Allerheiligen bei uns ähnelt) begangen. Die Familien gedenken Ihrer Verstorbenen, reinigen die Gräber und bringen Opfergaben.

(GETTY IMAGES)

In diesem Jahr verlief es allerdings etwas anders. Aufgrund des Corona Virus und aus Angst vor einem weiteren Ausbruch hat die Regierung Chinas die Leute gebeten, auch bei dieser Tradition soziale Distanz auszuüben. Einige Friedhöfe waren geschlossen, bei anderen mussten Besuche vorab gebucht werden und viele sind online umgeschwenkt. Hier wurden die Zeremonien von Angestellten des Friedhofs ausführen und im Internet übertragen, um die jahrhundertealte Tradition fortzusetzen. 

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