Der Tag begann wieder mit einer Radtour und Nicole… Wird fast schon zur Routine! Und beim nächsten Mal nehme ich eine Gopro (Kamera) mit, dann bekommt Ihr einen Einblick in den Verkehr in Shanghai!
Heute wollten wir „Shanghai Great World“ erkunden. Auch, wenn wir nicht im Kreis gefahren sind…auf direktem Wege sind wir dann doch nicht dahin gekommen (Sorry Nicole, aber diese Spitze musste doch noch mal sein – dafür habe ich aber wieder viel von der Stadt gesehen und wir ein Menge am Morgen gelacht).

Die Blütezeit der berühmtesten Vergnügungshalle Shanghais war wohl in den 1930er Jahren. Hier fanden alle Art von Aufführungen, Glücksspielen, und Wahrsagereien statt. Drogen und Prostituierte gab es zuhauf. Das Zentrum wurde von rund 20.000 Menschen täglich besucht. Es gab Restaurants, Dachgärten und eine Bank.

Doch die Wirtschaftskrise und die japanische Besatzung stoppten das Geschäft. Es wurde mehrfach geschlossen und wieder eröffnet. 2003 zuletzt wegen SARS geschlossen, an seinem 1oo. Jahrestag wieder eröffent und nun wieder wegen Covid-19 geschlossen…

Also müssen wir uns alle noch etwas gedulden, um zu sehen, wie es vielleicht bald wieder aussieht. Drumherum ist aber schon zaghaftes Leben. Die große chinesische Apotheke hat schon wieder die Türen geöffnet.
Hier bekommt man alles, was die traditionelle Chinesische Medizin im Repertoire hat – bestimmt auch warmes Wasser!
An der Ecke eines der ältesten Cafés in Shanghai, das DEDA Café – ja, richtig gelesen: Café und noch erstaunlicher: es wurde 1897 von Russen gegründet.

Es hat einen sehr eigenartigen Stil, eine Mischung aus mitteleuropäischen Café und good-old-Shanghai aus den 1930n.

In den Vitrinen werden kleine Kuchen und Souvenirs angeboten, der Kaffee schmeckt nach Pulverkaffee und man würde eher amerikanische Kellnerinnen hinter den Tresen erwarten statt der chinesischen Angestellten.
Auf der Speisekarte stehen Borsch, Fritten, Pizza und Schnitzel. Shanghai ist eben eine Multi-Kulti-Metropole! Und da verwundert auch das muslimische Restaurant gegenüber nicht.

Das im Straßenshop anscheinend leckere Dinge verkauft, denn die Schlange war lang. Leider konnten wir die vermeintlichen Köstlichkeiten aber nicht testen, denn die Pfanne war leer, bevor wir an die Reihe kamen. Auch die beiden Leute vor uns gingen leer aus.

Also schlenderten wir die Straße erst mal weiter, vorbei am Hotpot-Restaurant (eine Art Fondue-Restaurant) und dem Fischverkäufer
zum chinesischen Restaurant, das neben Entenfüße auch Halogen-Eier anbietet (Nr. 30 und 33).

Wir entschieden uns für Erdnüsse, scharfen Bambus, Brot, Nudelsuppe und natürlich – zumindest – Halogen-Eier!

Sie haben nicht geleuchtet und schmeckten lecker… Was genau Halogen-Eier sind, muss ich allerdings noch herausfinden. Es scheint Halogen-Öfen zu geben – eine Art Heißluftöfen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass diese in aus der traditionellen chinesischen Küche kommen. Dazu hatten die Eier eine auch andere Farbe und schmeckten eher eingelegt… Also wieder eine weitere Recherche!
Gestärkt ging es wieder aufs Rad, vorbei an Mahjong spielenden Bewohnern. Der ein oder andere wird das chinesische Spiel aus dem Internet kennen. Originär ist es ein Spiel, das üblicher Weise von vier Personen gespielt wird. Es geht um Geschicklichkeit, Strategie und Berechnung sowie einem gewissen Maß an Zufall. Wie genau die Regeln sind, weiß ich auch noch nicht, aber ich bin ja noch ein paar Tage hier.
Unser nächstes Ziel war ein Museum, dessen Außenwände noch Spuren von den Japanischen Angriffen in den 1940ger Jahren zeigen. Leider kamen wir nicht ins Innere des Museums, da wir nicht nur unsren grünen Code vorweisen mussten, sondern den original Pass hätten dabei haben müssen. Dieser zeigt, wann wir in China eingereist sind. Da wir bei diesen nicht dabei hatten und alles Bitteln und Betteln nichts half, machten wir eine kleine Sport-Pause am Fluss. Hier trafen wir wieder auf eine nette Dame, die mächtig Spaß hatte, dass wir uns auch durch Gymnastik fit halten.

Dann ging es wieder aufs Rad und immer am Wasser entlang,
durch ein Wohnviertel und zu einem geschlossenen Museum.
Es ist nicht selten, dass viele Häuser/ Viertel abgerissen, und die Flächen neu bebaut werden. Aber immer wieder widersetzen sich einzelne Häuser(Besitzer) dem ganzen und bleiben stoisch stehen.

Und plötzlich waren wir am M50, einem Galerie-Viertel, in dem Künstler ausstellen, ihre Ateliers haben und man einen guten Überblick über die aktuelle Kunstszene in Shanghai bekommt.
Da wir nicht mehr so viel Zeit hatten, limitierten wir unseren Besuch auf eine Galerie,
bevor es dann wieder heimwärts ging, um Schlachtpläne für neue Entdeckungen zu machen.






















Ich könnte da ja nicht einfach weiter gehen, an der Apotheke, den Läden mit soviel Dingens..und überhaupt..Da wird man ja nie fertig mit gucken
Schön war’s !
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Wie immer tolle Bilder👍😊 und
Danke fürs „Mitnehmen“ auf Euren Touren. Eine Ente im Museum zumindest auf Leinwand 🥰
Ganz liebe flusige Grüße
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Schön, dass es gefällt, dann macht es doppelt Spaß zu schreiben! Hoffe, es geht Euch gut! Meine rote Ente fehlt schon! Aber sie steht sicher und wartet auf mich!
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