Da steht er nun seit 1320 in Shanghai und kaum einer kennt ihn: Der Zhenru-Tempel.

Er wurde in der Mongolen-Dynastie erbaut. Seine Haupthalle ist das älteste in Shanghai erhaltene Gebäude in der Ständerbauweise. Zum Glück ist sie seit 1996 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik Chinas.
Und damit sind wir auch am Ende dessen, was man über diesen Tempel im Internet findet.
Was mich mehr fasziniert hat, sind die Gebetstrommeln, die die Pagode umgeben. In keinem der Buddhistischen Tempeln habe ich sie bisher gesehen. Bisher waren sie mir immer auf Bildern aus Tibet aufgefallen. Anscheinend drehen die Leute sie im Vorbeigehen und bitten um Glück, Zufriedenheit und eine gute Zukunft.

Es ist echt schade, dass Chinesisch so schwer ist. Ansonsten hätte ich mir einen der Mönche geschnappt und er hätte mir die Geschichte seines Tempels erklären müssen.

So hatten sie ihr Ruhe und ich musste mir in der Halle der perfekten Durchdringung die gut 5 Meter hohe und 35 Tonnen schwere vierseitige Marmor-Statue Bodhisattava, umgeben von 16 großen Holzsäulen, anschauen. Irgendwo soll ein 800 Jahre alter Gino-Baum stehen und in der unterirdischen Pagode liegen Reliquien des Buddhas. Die habe ich noch nicht entdeckt – kein Wunder, Nicole ist ja auch nicht mehr bei meinen Entdeckungen dabei.

Auf jeden Fall sind diese Tempel immer wieder ein Ort der Stille und es macht Spaß, sie zu erkunden und die Details zu bewundern.

Ungewöhnlich fand ich auch die Tauben – und die Tatsache, dass ich bewusst in den vergangenen Monaten keine Taube in Shanghai gesehen habe. Hier werden sie anscheinend gezüchtet.

Der Tempel ist – wie so oft – in ein ganz normales Wohnviertel eingebettet – und ich LIEBE es, durch die Gassen zu streifen:






Diese Gassen sind wirklich höchst interessant. Aus den Fotos könnte man Wimmelbilder machen. Je länger man guckt, desto mehr entdeckt man.
Freu mich schon auf die nächsten
Umärmelung aus der Ferne☀️
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