Eine Hose mit Schlitz

Heute ging es mal wieder in die Stadt! An den Namen Nicole müsst Ihr Euch jetzt wohl gewöhnen, denn mit Ihr werde ich Shanghai unsicher machen! Ein Bild gibt es bestimmt irgendwann auch mal zu dem Namen! Sie wohnt mit Ihrem Mann in der French Concession.

Nach einem leckeren Frühstück auf der Dachterrasse ging es zum Jing’an-Tempel. Mitten in der Stadt, eine Oase, umrundet von Hochhäusern. Erste Erkenntnis: Langnasen nehmen die Kasse direkt neben dem Eingang: geht schneller (und ist ggf. auch teurer?)

Auf jeden Fall scheinen die Mönche recht geschäftstüchtig zu sein.

Im Zentrum eine Statue, vor der Menschen beten, Räucherstäbchen anzünden und versuchen, Geld ganz oben hinein zu werfen. Warum? Vermutlich, weil es Glück bringt… Den genauen Grund muss ich noch erkunden!

Drinnen begrüßt ein dicker Buda die Gläubigen und Touristen: 8 Meter hoch und 16 Tonnen Silber nehmen dankend Gaben und Gebete entgegen.

In den Gängen rechts und links um das Haupthaus sind immer wieder kleinere Räume mit den unterschiedlichsten Göttern.

Und einem Raum, von dem wir noch nicht wissen, ob er für die Verstorbenen ist, oder ein Fürbitten-Raum.

Als Tourist darf man nicht überall rein!

In einem Gang saßen die Mönche zu Tisch. Ich wollte sie nicht ganz dreist fotografieren – also muss man etwas genauer hinschauen:

Sie bekamen Besuch, der ihnen Essen und andere Geschenke mitbrachte. Ob es Familienangehörige sind, oder Anwohner, Gläubige? Auch das muss noch recherchiert werden.

Es war auf jeden Fall nicht das letze Mal, dass ich in diesem Tempel war! Nächstes Mal mit einer besseren Kamera!!!

Nach der Religion ging es dann wieder ins weltliche Leben – ins direkt anschließende Einkaufszentrum, vor dem ein chinesischer Rapper (frage mich, wie sich das wohl anhört) seine Performance im Jägermeister-T-shirt einstudierte.

Anscheinend sind Windeln hier nicht so angesagt. Kleine Kinder werden von unten mit einem Schlitz in der Hose, der sich von vorne bis hinten durchzieht, belüftet:

Und auch im Shopping-Center gab es wieder mehr, als normal zu entdecken. In der Kosmetikabteilung gab es nicht nur Düfte und Krems in allen möglichen Varianten, sondern auch die Rubrik: Bleicher für die Haut.

Nach all den Abenteuern gab einen Cappuccino und Sandwiches im schattigen Park, wo plötzlich eine Dame (Langnase) vom Nachbartisch hektisch sich unsre Tasse Kaffee griff, eine Entschuldigung murmelte „It’s not easy at all, sorry“ und wild gestikulierend der Kellnerin versuchte, etwas zu erklären und die Tasse wieder mit einem breiten Grinsen bei uns abstellte. Sie bekam nach einer Weile auch das, was sie versucht hatte, zu bestellen – fast! Das einzige Problemchen: ihr Kaffee und der Milchschaum befanden sich nun in zwei verschiedenen Tassen…

Ich fuhr anschließend – vorbei an abenteuerlichen Architekturen – wieder nach Hause aufs Land,

wo ein TEDx Talk (von Schülern und einem Lehrer) auf dem Nachmittagsprogramm stand. In 15 Minutenvorträgen wurden Themen wie „Was haben Mathe und Musik gemeinsam“, „“Wie überwinde ich meine Scham, wenn etwas peinlich ist“, „Warum ist Gott klasse“ und „Wie lernt man so viele Sprachen wie möglich“ (der Weltrekord liegt bei 68 Sprachen).

Der Tag wurde mit Nürnberger Würstchen von „Edward the Sausage“ (SEHR LECKER) und einem Mondkuchen beendet!

  1. Hallo liebe Alex,
    Mensch, du hast ja wieder ein Programm…wann ruhst du dich eigentlich mal aus? Aber es freut mich total, dass du nette Menschen um dich herum hast.
    Liebe Grüße aus dem Dorf an der Düssel (bei uns ist Herbst…es regnet und es ist so richtig uselig)

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    1. Ausruhen kommt beim Yoga 🙂 Hört sich vielleicht auch stressiger an, als es ist… aber in der Tat sind es eine Menge Eindrücke, die da auf uns einstürzen. Macht aber Spass! Grüße ins Dorf – in „unserem“ District wohnen 2,429,000 Menschen (2010)…. Braucht Ihr etwas Sonne?

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