Gestern war ich endlich mal wieder in der Großstadt!

Erkennt man sofort, oder? Hand hoch, wer sich jetzt denkt: „komm, das ist doch nicht Shanghai Centrum!“
Doch: French Concession. Ein echt tolles Viertel – voller Shops, Restaurants und Leben. Beim nächsten Besuch mache ich davon mehr Fotos. Heute reicht es lediglich für eins aus einem Bambus-Laden, in dem sogar die Fahrräder überwiegend pflanzlich sind:

Na gut, ein paar Fotos habe ich doch noch gemacht:






Im Land der Gegensätze findet man diese sogar bei den Telefonzellen (ich frage mich allerdings, wer die traditionellen noch nutzt).


Aber eigentlich waren Nicole und ich aus einem ganz anderen Grund unterwegs: nämlich zu einem Tusche-Zeichenkurs. Aber ein Tag in China ist kein guter Tag, wenn er nicht voller Abenteuer und Überraschungen ist. Da wir noch etwas Zeit vor dem Unterricht hatten und an einem Restaurant vorbei kamen, das Nachspeisen anpries, waren wir uns sehr schnell einig: das ist ein Besuch wert!

Drinnen die Überraschung: keine Karte mit Bildern oder ein Mensch, der des Englischen mächtig war (dachten wir):

Zum Glück sah uns ein Gast und erkannte, dass wir fest entschlossen waren, etwas zu bestellen und sprach uns auf Englisch an, erklärte, dass wir in einem sehr traditionellen Nachspeisenrestaurant gelandet seien und bestellte einige Köstlichkeiten für uns:

Mango mit einer Art Reis, Tofu und das Highlight: Ingwer-Pudding. Erst wird ein Ingwersud in die Schale gegossen, dann Reismilch und nach zwei Minuten ist es ein köstlicher Pudding!
Gestärkt ging es zu dem wohl verrücktesten Chinesen, den ich bisher getroffen habe! Ein Künstler, wie er im Buche steht. Der viel durch die Weltgeschichte gereist ist, in Düsseldorf an der Kunstakademie unterrichtet hat, einen Sohn in Bonn, seine Freundin im ehemaligen Jugoslawien und noch viele andere Geschichten auf Lager hat.

Er entführte und in die Welt der Pinsel, Tusche und der Farben ein.

Lektion 1: Bambus!
Zugegebener Maßen sahen unsere ersten Versuche, Bambusblätter zu malen eher aus, als ob es dicke Bohnen sein:


Links meine Blätter – rechts die des Künstlers.
Doch nach und nach hatten wir den richtigen Pinselschwung raus und das Ergebnis läßt sich sehen:

Genauso spannend wie die Geschichten und Pinselführung war auch das Atelier und die Wohnung des Künstlers:



Auf dem Rückweg hab es noch ein paar beladene Fahrräder zu schauen:


Während der Sohnemann auf Klassenfahrt in Wuyuan ist:


Habe ich mich bei Yoga und am Pool des Sport-Clubs entspannt,

bevor ich weiter im Haus geräumt habe und mich abends im Gemeindezentrum bei Wein, Käse und Musik vergnügt habe. Matt ist einer von zwei Leidensgenossen in meinem Chinesisch-Kurs und ein begnadeter Musiker.



Gibt es den Touristmarket noch im French Quarter?
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Meinst Du den Fake-Market? Ja, der floriert!
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