Kunst, Dumplings und die erste U-Bahn-Fahrt

Golden Week – alle sind weg – und Shanghai ist angenehm leer. Das ist so, wie Paris im August – die beste Zeit in der Stadt: keine Warteschlangen, keine Menschenmassen… einfach nur angenehm!

Am Dienstag war das Wetter war ein typisches Museumswetter – und so kamen wir in den Genuss von zwei sehr spannenden Ausstellungen am 1. Oktober. 

Als erstes ging es zur Fotoausstellung von Martin Schoeller, einem deutschen Porträt-Fotografen. Sehr schönes Museum, spannende Architektur und nette Fotos.

Anschließend ging es durch einen sonst sehr belegten Teil Shanghais weiter zum nächsten Museum. Hier am Ufer ist bei schönem Wetter einiges los: Kletterwände, Orte für Skateboards und Bänke lassen es erahnen. Diesmal war es in diesem Teil der 27 Millionen-Stadt eher ruhig:

Bis auf ein paar Clowns – vor und hinter der Kamera – war hier nichts los!

Wenige Meter vom Photography-Museum steht das LONG-Museum, eine private Kunstsammlung mit moderner und alter Kunst.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der Volksrepublik China werden hier Werke aus den vergangenen sieben Jahrzehnten gezeigt.

Und bei manchen Sachen denkt man zuerst, es sei Kunst….

Im angeschlossenen Museums-Café gab es zum Abschluss die wohlverdiente Stärkung nach der komprimierten Bildung!

Anschließend ging es noch in eine Mall, um einen Projektor für unseren Fernsehkeller zu erwerben. Der Verkaufsraum ähnelte bei diesem Wetter eher einem Spielzimmer für Groß und Klein!

Und unser Keller nun auch. Das Spannende daran: der Projektor steht ca. 30 cm von der Wand auf dem Boden. China’s Technik at it’s best für einen sehr fairen Preis.

Auf jeden Fall kommt so das Flugsimulator-Programm noch mal zu seinem Einsatz.

Zum Abendessen sind wir mit dem kleinen Drachen ein paar hundert Meter weiter geflogen und haben lokale Dumplings (quasi chinesische Ravioli – nur ohne Tomatensauce und mit unterschiedlichen Füllungen) getestet. LECKER!!!

Etwas gewöhnungsbedürftig ist es zu sehen, dass sie fast auf der Strasse (für jedermann sichtbar) frisch zubereitet werden und nicht in einer versteckten Küche, wo keiner Zutritt hat, und man nicht weiß, was passiert. Alles eine Frage der Gewöhnung.

An nächsten Tag stand das Abenteuer U-Bahnfahrt auf dem Programm. Und was soll ich Euch sagen: Es ist gaaaaaanz einfach! Noch einfacher, als in Paris! Das Prinzip ist das gleiche: eine Start- und eine Endstation und viele Halte- und Umsteigestellen, die alle zig mal auf Englisch (und natürlich Chinesisch) angekündigt und angezeigt werden. Und das ganze für 4 Yuan pro Fahrt. Das sind umgerechnet 50 cent. Die Metro-Station ist ca. 5 Minuten mit dem kleinen Drachen von uns entfernt. Einmal muss man umsteigen.

In der Eingangshalle hat man wieder das Flughafengefühl, da man durch einen Detektor geht und die Taschen durchleuchtet werden. Hunde sind leider nicht erlaubt.

Ticket kaufen einfach gemacht…

Die Gleise sind mit Schiebetüren verschlossen und die U-Bahnen halten genau vor den Öffnungen. Gerne warten Chinese – nicht nur vor den U-Bahn-Türen – in einer Art „Kackstellung“. Warum so despektierlich? Ganz einfach: Ich bin sooooo neidisch, dass sie stundenlang in dieser Hockstellung ausharren können und ich nicht mal die Fußsohlen flach auf dem Boden lassen kann, wenn ich in die Hocke gehe!

Wohin uns die Reise geführt hat, das könnt Ihr morgen lesen!

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