Auf den Spuren des Tigers

Ein neues Abenteuer: Indien!
Wahnsinn! Ein Feuerwerk der Eindrücke! In alle Richtungen!

Bevor es aber ins Land der 1001 Nacht ging, stand die Reise in der Zeit des Corona-Viruses an. Und hier direkt die Frage: woran erkennt man auf dem Flughafen Shanghai Ausländer? 

Erster Stop: Delhi!

Und ich war bereit, das neue chinesische Jahr der Ratte zu begrüßen. Es ist Tradition und Glück bringend, wenn man in der Neujahrsnacht etwas Rotes trägt. Zum Glück hatte ich von Nicole ein rotes T-Shirt und Socken bekommen. Meine beiden Männer hatte ich mit roter Wäsche ausgestattet und zusätzlich noch für golden eingepackte Erdnüsse und Fische (Schokolade) gesorgt. Eigentlich kann nun nichts mehr schief gehen!

Am nächsten Morgen stand eine beeindruckende Fahrt von rund vier Stunden auf dem Plan und brachte uns zu einem der sieben Weltwunder: dem Taj Mahal in Agra. Von Anfang an saß ich mit offenen Augen und Mund im Auto! Menschen, wohin das Auge nur reicht: auf dem Bürgersteig, auf Mofas, Tucktucks (dreirädrige Taxen) und als Fußgänger mitten auf der Strasse. Chaotische Verkehrsführung und Armut.

Man muss zwei Mal hinschauen. Hier wohnen Menschen anscheinend an Stellen, an denen wir es uns noch nicht mal vorstellen würden:

Und dann fährt man an Landschaften vorbei, die mich eher an den Niederrhein erinnern:

Bevor wir das Taj Mahal erreichen fahren wir durch eine – für mich bisher – unbekannte Welt:

Und dann war es da, das Weltwunder:

Wir hatten einen wunderbaren Führer, der die Geschichte und Geschichtchen um dieses wunderbare Gebäude erzählte. Das Taj Mahal ist ein  Mausoleum, das der  muslimische Großmogul Shah Jahan  zum Gedenken an seine 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal erbauen lies. Aussen ist es komplett symmetrisch und mit Marmor verkleidet – irre, was die Leute damals ohne Kahn und Internet hinbekommen haben.

Da es ständig restauriert werden muss, gibt es noch heute die Nachfahren von den Bauarbeitern, die für diese Arbeiten ausgebildet und angestellt werden – bzw. es wird von Vater zum Sohn weitergegeben. 

Eine beeindruckende Geschichte am Rande zur Weitsicht der Erbauer: die vier Türme neigen sich alle leicht nach aussen, denn wenn es mal zu einem Erdbeben kommen sollte, dann fallen sie voraussichtlich nicht auf das Gebäude!

Im Zentrum vom Taj sind die Särge aufgestellt. Dies sind aber nur Artefakte für das gemeine Volk. Im Keller sind die echten Gebeine der Frau und des später ebenso hier „beerdigten“ Moguls. 

Nach dem Taj ging es mit dem TuckTuck durch Agra’s Straßen und das war ein gefundenes „Fressen“ für mich.

Hinterlasse einen Kommentar