Distance-Learning, Ghost-Busters und seltsame Früchte

So, wir gehen nun in die achte Woche „Distance-Learning“. Das heißt, fast zwei Monate Schule online. Eine Herausforderung für alle, die aber von den Haupt-Betroffenen mit Bravur gemeistert wird. Für die Kinder heißt das manchmal bis in den späten Abend arbeiten. Der Unterricht ist eher universitär. Da die Schule schon vorher onlinebasiert gearbeitet hat, sind alle – Lehrer wie auch Schüler – an die Plattformen gewöhnt und können damit umgehen. Der Stoff, den die Lehrer den Schülern vorgeben, ist echt nicht ohne! Sie müssen ihn selbständig durcharbeiten: Laborberichte über Physikexperimente, Analyse von Shakespeare, Aufsätze über das große Massaker in Nanjing …. Langeweile kommt bei den Kids hier nicht wirklich auf, und alle freuen sich auf die „normale“ Schule, wenn sich alles wieder entspannt. Klassenarbeiten werden ebenso durchgezogen – Aufgaben unter Zeitdruck oder Abfragen face-to-face online … Eine ganz neue Erfahrung für alle!

Eine ganz andere Erfahrung machen auch die, die jetzt wieder nach China zurückkommen. War es vor ein paar Wochen eher eine Herausforderung, aus dem Land auszureisen, ist es jetzt eine Herausforderung, wieder einzureisen. Wir hatten großes Glück und sind vor der Welle wieder nach Shanghai gekommen. Wir haben zwar eine zweiwöchige, selbstauferlegte Quarantäne hinter uns, aber wir hatten einen grünen Punkt bekommen und durften uns frei bewegen. Das sieht bei denen, die nun kommen, anders aus. Unter anderem auch bei Nicole. Sie ist gestern in Shanghai gelandet und hat so einiges erlebt: 

Ich erkunde derweil unbekannte Nahrungsmittel… angefangen hat alles beim diesem Gemüse, dem chinesischen Salat:

Fast von Anfang an schlich ich um dieses Grün herum und traute mich nicht, es zu kaufen. Denn immer wieder kam die Frage auf: wie esse ich es?

Jetzt weiß ich es :

Blanchiert und mit einer Vinaigrette schmeckt es knackig frisch und sehr asiatisch. Es ist schwer zu beschreiben. Ich verbinde den Geruch mit dem in einem guten Chinarestaurant.

Gestern gab es dann „Fake-Brombeeren“ (Mulberries). Sie sehen fast so aus, schmecken aber wie kleiner süßer Kaviar – nicht fischig, aber die einzelnen Kügelchen knacken, wenn man drauf beißt. 

Heute gab es vietnamesische Jackfruit: süßes Fruchtfleisch, sehr fest und ein dicker Stein in der Mitte.

Punkten konnte ich mit allen drei Sachen nicht so daheim… Also bleiben wir bei den Erdbeeren und anderen bekannten Vitaminbomben, um das Immunsystem weiter aufrecht zu halten….. 

  1. Du wirst ja zur Hausfrau! Wird Zeit, dass ich aus meiner Quarantäne rauskomme und wir uns wieder in Shanghai rumtreiben können. Freue mich schon SOOOO darauf!!!! Aber Quarantäne hat auch was. Entschleunigt. ähhhhh …..

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  2. Bei mir hättest du auch nicht gepunktet🤷‍♀️..
    Und der große Junge braucht bei soviel Leistung dringend SEIN!Joghurt
    Bin schon auf die neuen Abenteuer gespannt. Ihr habt ja wohl beide Entzug..Das kann ja heiter werden

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