So haben es auf jeden Fall die alten Chinesen gesehen. Heute kann man es am Wahrzeichen von Peking – dem Himmelstempel – noch sehen.

1420 wurde er in der Ming-Dynastie gebaut. Hier bat der Kaiser die Götter um eine gute Ernte. Heute ist die Tempelanlage ein Touristenmagnet, früher ein Ort für Opfergaben. Im Norden der Anlage ist alles kreisförmig und blau für den Himmel, im Süden eckig und rot für die Erde.
Ansonsten waren wir auf unserer Reise in Peking auf den Spuren des letzten Kaisers in einem Teil der verbotenen Stadt.
Alles sehr beeindruckend, aber am überraschendsten war für mich die große Mauer! Klar, habe ich schon Bilder von ihr gesehen, dass sie vom Mond aus zu erkennen ist, ist bekannt. Aber wenn man da oben steht und einfach soweit das Auge reicht nur eine Mauer auf den Berggipfeln sieht, das ist mehr als beeindruckend.

Überlegt mal, wie weit Ihr kommt, wenn Ihr 5000 Kilometer reist – so lang ist die Mauer. Es ist Wahnsinn!

Wir sind ein paar hundert Meter auf ihr hin und her gewandert. Man kann Tagestouren buchen und auch auf ihr zelten – der Sonnenuntergang soll spektakulär sein.
Ansonsten war ich damit beschäftigt, in den vergangenen Wochen alle Bilder für unser Buch zusammen zu bekommen. 111 Orte – 111 Fotos – 111 Texte. Wir haben es geschafft!!! Am 1. April war Abgabe und im November ist Veröffentlichung! Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Natürlich verrate ich hier nicht, was alles in dem Buch stehen wird. Shanghai wird immer spannender – eine Stadt, die anscheinend niemals ruht. Und eine Stadt, die man wohl nie zu Ende erkunden kann. Immer wieder entstehen neue Restaurants, Malls, Cafés. Shanghai hat weltweit die meisten Cafés. Viele nur wenige Quadratmeter groß, andere wieder riesig. Einige Besitzer haben ihren Lebenstraum Barista (Kaffee-Kenner ) verwirklicht, andere rösten ihren eigenen Kaffee und entwickeln sich zu einer kleinen Firma.

Und es wird Frühling – Leute kommen aus ihren Wohnungen hervor und genießen einfach nur die Sonne und die blühenden Bäume und die Gemeinschaft.
Etwas traurig ist, dass große Teile der alten chinesischen Stadt in Shanghai verschwinden. Auf der einen Seite ist es verständlich, da die Häuser nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen. Auf der anderen Seite haben die meisten Menschen, die hier gewohnt haben, es gerne gemacht. Es war eine gewachsene Gemeinschaft.
Geschichte kann aber auch schön sein. Durch Zufall haben wir am Wochenende einen sehr spannenden Ort entdeckt – die Farbenfabrik Marie’s, die ihren 100. Geburtstag gefeiert hat.

1919 hat Zhang Yuguang das Unternehmen für Künstlerfarben gegründet. Hier wurden Chinas ersten Acrylfarben hergestellt, die ersten Aquarelle des Landes und die ersten Wachsmalstifte.
Heute gehören zu der Produktion auch eine Galerie und zahlreiche Ateliers. Eigentlich wollten wir eine Ausstellung mit den Abschlußwerken der Kunstakademie in Shanghai sehen, die war aber leider am Wochenende geschlossen. Dann müssen wir wohl noch mal hin – ich werde berichten.














Danke für die vorzügliche und informative Reiseleitung.
Immer wieder….sehr gerne..
Wir warten hier auch sehnsüchtig darauf den Frühling draußen zu genießen
Ich winke mal zu Dir rüber👋
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Sehr schöner Bericht. Beneide euch für die schönen Momente.
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