Auch wenn es zur Zeit hier weiter eher grau, kalt und nass ist, lasse ich mich nicht von meinen Abenteuern abhalten!

Am Montag ging es zu dem neuen „1000 Bäume Haus“, 20 Minuten vom Stadtkern entfernt. Wie ein bewachsener Berg soll die Shopping-Mall aussehen (daneben ist ein Wohnhaus in gleichem Stil geplant). Die andere Seite des Gebäudes sieht ganz anders aus: Sie ist fast flach und mit zahlreichen bunten Graffitis von lokalen Künstlern geschmückt – passend zu dem Standort des Bauwerks, dem Kunstviertel von Shanghai. Und überall sind Galerien oder Kunstwerke zu finden.






Und selbst im Inneren der Mall fühlt man sich wie in einem Gemälde von Escher.


Anschließend ging es in einen Park – leider war es echt usselig und daher auch kein Mensch im Park. Aber es sind immer die Details, die viele Dinge hier in Shanghai so spannend machen. So zum Beispiel der Aufbau des Areals. Was auf den ersten Blick aussieht, wie ein ganz gewöhnlicher Park entpuppt sich beim Blick auf die Karte als wohl überdachte Kreation. Er ist in vier verschiedene Ebenen aufgebaut – unter anderem einem „Schwarzwald“ – was man aber so nicht erkennt – und einem Wasser-Klavier… das leider nur aus der Vogelperspektive erkennbar ist. Von unten sieht es wie ein „ganz normales“ Wasserspiel aus. Ich glaube, für Architekten ist Shanghai ein riesengroßer Spielplatz.

Und auf die Frage: Warum sieht das ein oder andere so aus wie es aussieht? Kann man nur die Antwort geben: Warum nicht?
Ein paar Tage später habe ich es dann doch noch in die echte Natur geschafft. Nur 70 Minuten von unserm Haus entfern ist echter Wald, den man kilometerweit erwandern kann.

Es tat gut, mal „echte“ Natur zu sehen, einfach durch den Wald zu streifen und die Seele baumeln zu lassen. Das Wetter war nicht besonders gut, aber die Luft war sauber. Und der Hund genoss die 3,5 Stunden Wanderung mindestens genau so wie ich.
Allerdings würde ich stutzig, wenn ich einen Ausflug ohne Kuriositäten hier in China erleben würde ( ich wäre vermutlich sehr enttäuscht).

So belehrte mich eine Ernährungspyramide mitten im „Nirgendwo“ (naja, die nächste Millionenstadt ist 30 Minuten von hier entfernt)… wie ich mich am besten zu ernähren habe.
Ob sich die Landbevölkerung daran hält, weiß ich nicht. Auf jeden Fall waren alle sehr freundlich.

Nach einem wunderbaren Spaziergang – der definitiv wiederholt und auf eine nahegelegenen Insel ausgeweitet werden wird, kam ich in einem schnuckeligen Dörfchen an, das einige Cafés und Restaurants zu bieten hat. Im Sommer bestimmt ein Traum.

Diese Gemälde sind ja wahrhaftig großartig….aber nicht nur die…der komplette Ausflug war mal wieder interessant und lehrreich.
Hier hat sich inzwischen ein klitzekleines bisschen Frühling breit gemacht. Seit ein paar Tagen ist es himmelblau
Liebesgrüßle bis ganz bald💃🏿
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