So fern und doch so nah!

Heute habe ich das erste Mal mit meinem Vater aus China geskypt – irre! Rund 8.800 km liegen zwischen uns und wir unterhalten uns ohne Verzögerung – so, als ob man nebenan sitzen würde. O.k. – vielleicht wäre dann die Qualität nicht so gut …..

Heute Morgen hatten Max und ich mächtig Spass! Denn wir haben unsere erste Tour mit dem „kleinen Drachen“ gemacht: ohne Unfall, mit viel Gekicher und aufsehenerregend. Der ein oder andere Verkehrsteilnehmer war sichtlich irritiert. Nun muss ich nur noch klären: darf man bei rot rechts abbiegen? Was mache ich, wenn ich an einer Kreuzung links abbiegen muss und wie schnell darf man eigentlich fahren? Hier gibt es gesonderte Fahrrad und Mofawege, von denen man ohne weiteres nicht immer runterkommt – bzw. ich nicht weiss, wie es geht…

Gegen Mittag habe ich dann noch mal die Abenteuerkarte gezogen, den kleinen Drachen gesattelt und bin zu dem bereits bekannten Supermarkt gefahren. Ich hatte bisher immer verstanden, dass er „Auntie“ (Tante) heisst. Heute habe ich dann erfahren, dass es die Kette „R&T“ ist. Gut, dass ich kein Chinesisch spreche! Noch nicht! Ab dem 6. September werde ich auf die Menschheit gelassen – dann beginnt mein Unterricht und die lustigen Geschichten sind gesichert!

Diese Damen hatten auf jeden Fall auch ihren Spass. So sieht es unter anderem aus, wenn man durch den Plastik-Eingang des Supermarktes reinkommt. Überall sitzen Frauen und Männer (separat voneinander) an den Seiten und scheinen auf etwas zu warten… auf was, das weiß ich (noch) nicht. Vielleicht ist es aber auch nur der klimatisierte Ersatz für den Dorfplatz. Auf jeden Fall fand ich mal wieder die Rolltreppe zum eigentlichen Supermarkt nicht und drehte humpelnd meine Runden an ihnen vorbei. Beim vierten Mal wurde es selbst mir peinlich und ich gab mir noch mal extra viel Mühe, die Rolltreppe zu finden – mit Erfolg!

Ich habe mich noch immer nicht getraut, die schwebenden Einkaufstaschen, zu fotografieren. Bei einem ersten Versucht schaute mich eine Verkäuferin zu böse an. Dafür konnte ich mich beim Gemüse etwas austoben.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich sehr schnell einen Laden finden möchte, der Bio-Gemüse anbietet. Nicht, dass mir die Möhren nicht gefallen, aber mir kommt es so vor, als ob sie noch nie Erde gesehen haben – und dabei weiss ich nicht, was ich besser finde…

Und dann stellt sich die Frage: Was kann man mit diesem Gemüse machen? Ich brauche dringend jemanden, mit dem ich mal über den Markt gehe!

Darüber hinaus habe ich noch erfahren, dass es anscheinend in dem doch sehr gut sortieren Supermarkt es allerdings keine Produkte für die Spülmaschine gibt. Entweder ein Missverständnis oder Tatsache. Es wird sich zeigen. Fakt ist, ich muss es schnell herausfinden, denn ich habe heute morgen die letzte Spülmaschinen-Tablette genutzt….

Manchmal braucht man am Ende eines kleinen Abenteuers auch mal etwas Vertrautes, und so war ein Stop bei dem Café, in dem wir das erste Mal gefrühstückt haben, eine regelrechte Erholung und der richtige Ort, an dem ich über den Begriff „Dry Cleaner“ noch mal nachdenken konnte.

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