China steht still….und wird rot

Das Land, in dem normalerweise die 9-9-6-Regel gilt: Arbeit von 9 Uhr bis 21 Uhr, und das 6 Tage die Woche, hat die Bremse angezogen! Stillstand!

Dinge, die normalerweise „no Problem“ sind und in Windeseile erledigt werden, können momentan schon mal bis zu einen Monat dauern. So Dinge, die normalerweise  „no Problem“  sind und in Windeseile erledigt werden, können momentan schon mal bis zu einen Monat dauern. So kann man sich Blusen, Hemden oder Hosen ganz gut für einen sehr moderaten Preis hier schneidern lassen. Normalerweise sind die Sachen in einer Woche fertig, und die Schneider nehmen lieber zwei statt einen Auftrag an. Knapp zwei Wochen vor CNY (Chinese New Year) wurde mir erklärt, dass ich zu spät sei. Die Stofflieferanten hätten schon geschlossen oder würden nicht mehr liefern. Viele der Näher sind älter und nehmen gerne auch einen Monat Urlaub.

Nach Neujahr alles kein Problem! 

Wer etwas auf sich hält, trägt zum Jahreswechsel rote Unterwäsche!

Auf Taobao kann man auch viele tolle Dinge bestellen – und Umtauschen… nur gerade nicht…. denn viele Mitarbeiter der Lieferanten haben einfach gekündigt, um Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Chinese New Year ist heilig! Und in Shanghai wissen die Fleißigen, dass sie auch wieder einen Job bekommen. 

Beruhigt wurde ich von einer chinesischen Bekannten: „Mach Dir keine Sorgen, die Geschäfte haben bis zum Schluss ausreichend Lebensmittel“.

Wir sind leider – oder zum Glück – in der Neujahrs-Woche nicht in China. Schon bei unserer Ankunft im Sommer hatten wir eine Reise nach Indien gebucht und noch ein Kontingent der letzten neun freien Plätze im Flieger aus China ergattern können.

Schon jetzt stöhnen die Chinesen, die ich kenne, dass die Straßen überfüllt sein werden. Aus einer sechsstündigen Autofahrt in die Heimatstadt kann mal schnell ein Tagesprogramm mit Stop and Go von über 12 Stunden werden. Viele versuchen, Shanghai schon am 22.Januar abends zu verlassen – so, wie die meisten, die mir das erzählen… Alle fahren zu ihren Familien. Die, die das nicht tun, fahren in Urlaub. Und bei 1,3 Milliarden Menschen ist das – egal wohin – eine Massenbewegung!

Heute ging es in ein Viertel in der Nähe von uns – nach Zhaojia. Was ich nicht wusste: rund 3 km von uns entfern gibt es eine echte Landwirtschaft und angeblich gibt es sogar eine Bio-Farm (das muss noch recherchiert werden).

Eine Woche vor dem chinesischen Neujahr (25.1.2020) wird das kleine Neujahr (Xiaonian) gefeiert. Es ist auch als das Fest des Küchengottes bekannt. Das bedeutet: Frühjahrsputz! Und Guandong-Süßigkeiten essen!

Das ist eine klebrige Leckerei aus Klebhirse und ausgekeimtem Weizen mit Nüssen und Kastanien – ein traditioneller Snack, den Chinesen am Fest des Küchengottes essen – und wer will schon den Küchengott verärgern? Wir auf jeden Fall nicht!!!! (das Gute daran – man kann es sehr einfach mit den Stäbchen essen, denn es klebt einfach nur an allem, was sich der süßen Speise nähert).

Scherenschnitte sind ebenso eine Tradition – die gehen dann auch in Karamell-Form!

Alle rüsten sich für das Jahr der goldenen Ratte (oder Maus) und kaufen Deko ohne Ende !

Wir haben mit den Dorfbewohnern Dumplings zubereitet und uns anschließend eine bunte Show mit Gesang-, Theater- und Musikeinlagen angeschaut. 

  1. Wie immer tolle Bilder und witzige Details 🤗 die Bilder aus dem Journal sind ja auch lustig und alles so schön rot in Neujahrserwartung🎉
    Dann mal Namaste! und viel Spaß in Indien!
    Flusige Grüße 👋

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