Bald ist der Müßiggang vorbei

Ab Mittwoch ist Schluss mit dem Abhängen… dann ist wieder Alltag angesagt: es wird gekocht, eingekauft und erkundet. Der Count-Down läuft: die Ausgangspiere liegen bereit: Dienstagabend geht es nach Hause.

7 Tage Quarantäne liegen dann hinter uns. Es gibt letztlich wenig zu jammern. Der Rücken tut mir vom Sitzen etwas weh – trotz Yoga und Gymnastik.Ich freue mich riesig auf meine erste Massage seit langem. All das, was ich machen wollte, habe ich nicht geschafft. Teilweise, weil ich mich dann doch im Internet „verloren“ habe und da Zeit verbummelt, teilweise war vielleicht auch der Jet-Lack etwas Schuld – oder einfach meine Faulheit. Und ich musste ja die Neuankömmlinge beobachten. Heute ist besonders viel Verkehr. Ein Bus nach dem anderen spuckt Rückkehrer aus. Wie bei uns wird alles desinfiziert.

Warum allerdings die Luft vor der Ankunft der Neuen desinfiziert werden muss, erschließt sich mir nicht. Auch nicht so klar ist, warum der Flur mindestens drei Mal täglich in Desinfektiosnmittel getränkt werden muss – obwohl hier nur die Menschen entlang laufen, die die Temperatur zwei Mal täglich testen, diejenigen, die die PCR-Tests machen und die, die das Essen bringen. (Alle laufen in ihren mittlerweile bekannten weißen Anzügen rum).

Blick durch den Türspion

Die Leute tun mir echt leid, bei 38 Grad in diesen Monturen den Dienst zu absolvieren kann kein Spaß sein. Dazu kommt die Gefahr, sich doch bei einem der Einreisenden anzustecken. In einem Hotel in Chengdu, in dem ein Bekannter gerade ist, ist es passiert. Damit haben dann auch die Bewohner eine Quarantäneverlängerung „gewonnen“.

Eine andere Bekannte hat es etwas härter getroffen. Schon bei der Ankunft wurde sie positiv getestet, fälschlicher Weise. Sie kam ins Krankenhaus. Alle weiteren Tests (PCR und Blut) waren negativ. Aber jetzt muss sie erst einmal die sieben Tage absitzen und geht dann – à la Monopoly – zurück auf Start und beginnt ihre Quarantäne.

Das sind keine Fruitloops in meiner Schüssel am Morgen, sondern ein Bild aus dem Netz aus einem chinesischen Schwimmbad, in dem sich ein paar Leute anscheinend Abkühlung suchen. In den vergangenen Wochen muss es hier extrem heiß gewesen sein. Alle berichten vom Temperatursturz: in den kommen Tagen soll sie bis auf 30 Grad sinken,

Ich wage zu bezweifeln, dass das Bild oben, das durchs Netz gerade gescheucht wird, aktuell ist. Denn momentan sind in China eher Abstand und Vorsicht angesagt. Im Süden Chinas, auf der Halbinsel Hainan (wir haben ein paar Mal dorr nahe der Stadt Sanya Urlaub gemacht), sind rund 190.000 Touristen – im wahrsten Sinne des Wortes – gestrandet. Ein paar hundert Covid-Fälle haben alles lahm gelegt. Einige Freunde und Bekannte waren für etliche Tage in Ihren Zimmer steckengeblieben und verbringen jetzt Quarantäne daheim.

Da sich einige Fischer anscheinend beim Austausch mit vietnamesischen Kollegen auf hoher See angesteckt haben sollen, werden jetzt sogar -laut Medien – die Meerestiere getestet.

Da bleibe ich doch lieber in meinem Zimmer und wundere mich über die Speiseliste:

Gegrillte Schweine-Hintern hätte ich nicht sofort auf die Liste des westlichen Essens gesetzt. Ich werde Euch allerdings auch nicht sagen können, wie es schmeckt – ich halte mich da lieber an die lokale Küche.

Okra mii Sojasauce

Zum Frühstück gibt es Müsli, das ich mitgebracht habe. Denn das Hotel-Frühstück ist nicht schlecht , aber mir etwas zu chinesisch.

Jeden Nachmittag gibt es eine Tasse Kaffee und abends ein Glas Orangensaft – als Belohnung. Gute Geister haben uns mit Obst, Sprudelwasser, Nüssen, Schokolade, Tee und anderen kleinen Leckereien das Leben „versüßt“.

Jeden Tag einen Belohnungskaffee… den 7.gibt es Daheim

Tja, was gibt es sonst noch zu berichten? Nicht viel! Für meinen Sohn hat die Schule heute wieder begonnen (bis zum 1. September für alle in China online). Ich muss noch ein wenig an meiner Todo-Liste arbeiten und künftige Erkundungen planen, packen, einkaufen ( das geht hier ja prima online) und das Quarantäneleben „genießen“.

  1. Wenn eine(r) eine Reise tut dann kann man was erleben…du hast jetzt wahrhaftig genug erlebt…bis Mittwoch 🤭
    Je mehr Zeit zur Verfügung steht desto weniger schafft man..ich jedenfalls.
    Das ganz Procedere ist schon gewaltig, wenn auch in Teilen fragwürdig.
    Genieße den Alltag mit all seinen Facetten
    Und deine Liste schaffst du auch noch….irgendwann 😂
    Gutes einleben und Liebesgrüßle bis ganz bald

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